Ukraine: Dmitrii Bulatov darf ins Ausland ausreisen

Dmitrii Bulatov darf zur Behandlung seiner schweren Verletzungen ins Ausland reisen. Der Euromaidan-Aktivist war von Unbekannten verschleppt, geschlagen und „gekreuzigt“ worden.

Dmitrii Bulatov ist wegen der „Organisation von Massenunruhen“ unter Anklage gestellt worden. Das Gericht von Shevchenkovskiy in Kiew erteilte dem Schwerverletzten am 1. Februar dennoch die Erlaubnis, ins Ausland zu reisen, um sich dort behandeln zu lassen. Dmitrii Bulatov ist einer der Hauptorganisatoren und Teilnehmer der Automaidans, bei denen sich Autokolonnen in die Demonstrationen einreihen, die seit November 2013 in Kiew abgehalten werden. Er „verschwand“ am 22. Januar. Wie sich später herausstellte, war er von Unbekannten verschleppt und gefoltert worden. Am Abend des 30. Januar wurde er in einem Waldstück außerhalb von Kiew aus einem Auto geworfen. Er konnte sich zu einem nahegelegenen Dorf schleppen, fand dort Hilfe und konnte Freunde anrufen. Seine Kleidung war schmutzig und blutüberströmt, zudem hatte er Schnitt- und Schlagwunden.

Vielen Dank an alle, die sich an dieser Urgent Action beteiligt haben! Amnesty International wird den Fall weiter verfolgen und mit anderen Aktionen für die Menschenrechte in der Ukraine eintreten.

Weitere Appelle des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich

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