Petitionen

Unsere Petitionen – Ukraine

aktualisiert am 23. März 2021

Zu den genannten Fällen können Sie Unterstützung leisten, indem Sie Briefe versenden oder auf Petitionslisten Unterschriften sammeln. Briefvorlagen und Petitionslisten können unten bei den einzelnen Fällen heruntergeladen werden. Senden Sie die unterzeichneten Petitionslisten bitte direkt an die angegebenen Empfängeradressen.

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie kann eine verzögerte postalische Zustellung der Briefe und Petitionen in die Ukraine bzw. in die Russische Föderation nicht ausgeschlossen werden. Wir empfehlen deshalb aktuell, verstärkt auf die unten verlinkten Online-Aktionen zu den Fällen zurückzugreifen oder die unterschriebenen Briefe und Petitionen zu faxen oder als Scan an die Adressaten zu mailen. Die entsprechenden Kontaktdaten haben wir Ihnen bei den jeweiligen Petitionen/Briefen vermerkt.

Bitte arbeiten Sie nur zu Fällen, die hier noch aufgelistet sind.
Bitte laden Sie Petitionen und Briefe immer aktuell herunter.

Bitte senden Sie die Petitionen direkt an die angegebenen Adressaten sowie – falls auf dieser Seite vermerkt – in Kopie per Fax oder E-Mail an die zuständige Botschaft in Deutschland.


Für den Schutz vor häuslicher Gewalt in der Ukraine!

Amnesty International beleuchtet in einem Bericht von November 2020 zahlreiche Fehler in einem System, das die Überlebenden häuslicher und sexualisierter Gewalt in der Ukraine – überwiegend Frauen – eigentlich schützen sollte und die de-facto weiterhin herrschende Straflosigkeit von häuslicher Gewalt inbesondere im Osten des Landes. Setzen Sie sich mit Amnesty International für den Schutz von Opfern häuslicher Gewalt in der Ukraine und die Ratifizierung der Istanbul-Konvention durch die Ukraine ein. Bitte senden Sie den Brief in Kopie als E-Mail oder Fax an die Ukrainische Botschaft in Deutschland unter emb_de@mfa.gov.ua oder der Faxnr. 030 28887163.

Briefvorlage als pdf zum Download


Freiheit für Emir-Usein Kuku und seine Mitangeklagten!

Emir-Usein Kuku ist ein Menschenrechtsaktivist von der Krim, die im März 2014 durch die Russische Föderation annektiert wurde. Nach der Annexion dokumentierte er Menschenrechtsverletzungen. Kuku wurde von Angehörigen des russischen Inlandsgeheimdienstes schikaniert. Seine Frau und seine Kinder wurden bedroht.

Im Februar 2016 wurde er von den russischen Behörden der „Mitgliedschaft in einer Terrororganisation“ beschuldigt und verhaftet. Am 12. November 2019 wurden er und seine fünf Mitangeklagten Muslim Aliev, Vadim Siruk, Enver Bekirov, Arsen Dzhepparov und Refat Alimov in Russland auf Basis konstruierter Anklagen zu langen Haftstrafen zwischen 7 und 19 Jahren verurteilt. Ein russisches Militärberufungsgericht hat am 25. Juni 2020 den Schuldspruch gegen den Krimtataren und Menschenrechtsverteidiger Emir-Usein Kuku und seine fünf Mitangeklagten bestätigt. Amnesty International betrachtet die sechs Männer als gewaltlose politische Gefangene, die nach unfairen Gerichtsverfahren zu langen Haftstrafen verurteilt wurden und freigelassen werden müssen.

Setzen Sie sich mit Amnesty International dafür ein, dass die Urteile gegen Emir-Usein Kuku und seine Mitangeklagten aufgehoben und die Männer sofort und bedingungslos freigelassen werden. Bitte senden Sie Petition und Brief an die im PDF vermerkte Adresse.

Petition als PDF zum Download. 
Brief als PDF zum Download.

Fax +7 (495) 987-58-41

(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 1,10 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Russischen Föderation
S. E. Herrn Sergei J. Netschajew
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
Fax: 030 – 22 99 397
E-Mail: info@russische-botschaft.de

(Standardbrief: 0,80 €)


Freiheit für Server Mustafayev!

Server Mustafayev ist ein Menschenrechtsverteidiger und leitendes Mitglied der Organisation Krim-Solidarität. Die Organisation unterstützt seit 2016 politisch und religiös verfolgte Menschen auf der russisch besetzten Krim und versucht über die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen dort zu informieren.

Im Frühjahr 2018 wurde Server Mustafayev wegen der „Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation“ angeklagt. In der Untersuchungshaft wurde er zeitweise unter so schlechten Bedingungen festgehalten, dass dies einer unmenschlichen und erniedrigenden Behandlung gleichkam. Während des Prozesses wurde ihm eine notwendige medizinische Versorgung verweigert.

Im September 2020 wurde Server Mustafayev zu 14 Jahren Haft in einer Strafkolonie mit besonders strengen Sicherheitsmaßnahmen verurteilt – obwohl keine Beweise vorliegen, dass er eine international anerkannte Straftat begangen hat. Server Mustafayev ist ein gewaltloser politischer Gefangener.

Setzen Sie sich mit Amnesty International dafür ein, dass Server Mustafayev umgehend freigelassen wird. Bitte senden Sie Petition und Brief an die im PDF vermerkte Adresse.

Brief als PDF zum Download.
Petition als PDF zum Download.

Fax. +7 (495) 693-13-60
Emails: priemnaya@gvp.rsnet.ru und app@gvp.rsnet.ru

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Russischen Föderation
S. E. Herrn Sergei J. Netschajew
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
Fax: 030 – 22 99 397
E-Mail: info@russische-botschaft.de

(Standardbrief: 0,80 €)


Alle Menschen haben die gleichen Rechte!

Seit 1991 sind sexuelle Beziehungen zwischen gleichgeschlechtlichen erwachsenen Personen in der Ukraine zwar nicht mehr strafbar. Ukrainische Homosexuelle sind aber nach wie vor beträchtlichen Vorurteilen ausgesetzt. Das führt dazu, dass sie häufig diskriminiert werden. Außerdem sind sie in Gefahr, Erpressung und anderen Übergriffen zum Opfer zu fallen. Setzen Sie sich mit Amnesty International dafür ein, dass der Schutz vor Verfolgung aufgrund von sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität in Artikel 1 des ukrainischen Anti-Diskriminierungsgesetzes aufgenommen wird. Bitte senden Sie Petition und Brief in Kopie als E-Mail oder Fax an die Ukrainische Botschaft in Deutschland unter emb_de@mfa.gov.ua oder der Faxnr. 030 28887163.

Petition als pdf zum Download
Briefvorlage als pdf zum Download

Fax: (044) 253-64-04


Ervin Ibragimov: Verschwunden auf der Krim

Der Krimtatar und Aktivist Ervin Ibragimov wurde zuletzt am 24. Mai 2016 in der Nähe seines Hauses in der Stadt Bachtschyssaraj auf der Krim gesehen. Seither fehlt von ihm jede Spur. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, wie eine Gruppe Männer ihn in einen Lieferwagen zwingt, der dann mit ihm davonfährt. Ervin Ibragimov gehörte früher dem Stadtrat an und ist Mitglied des Weltkongresses der Krimtataren, einer internationalen Organisation, die nach der russischen Annexion der Krim-Halbinsel im Jahr 2014 gegründet wurde, um die Rechte und das kulturelle Erbe der Krimtataren zu schützen. Bitte senden Sie Briefe und Petitionen an die im Dokument angegebene Faxnummer bzw. E-Mail-Adresse sowie in Kopie an die Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland unter der Faxnr. 030/229 93 97.

Petition als pdf zum Download
Briefvorlage als pdf zum Download

Fax: (00 7) 3652 550-310
E-Mail: sekretar@rkproc.ru

23. März 2021