Petitionen

Unsere Petitionen – Ukraine

aktualisiert am 23. Januar 2021

Zu den genannten Fällen können Sie Unterstützung leisten, indem Sie Briefe versenden oder auf Petitionslisten Unterschriften sammeln. Briefvorlagen und Petitionslisten können unten bei den einzelnen Fällen heruntergeladen werden. Senden Sie die unterzeichneten Petitionslisten bitte direkt an die angegebenen Empfängeradressen.

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie kann eine verzögerte postalische Zustellung der Briefe und Petitionen in die Ukraine bzw. in die Russische Föderation nicht ausgeschlossen werden. Wir empfehlen deshalb aktuell, verstärkt auf die unten verlinkten Online-Aktionen zu den Fällen zurückzugreifen oder die unterschriebenen Briefe und Petitionen zu faxen oder als Scan an die Adressaten zu mailen. Die entsprechenden Kontaktdaten haben wir Ihnen bei den jeweiligen Petitionen/Briefen vermerkt.

Bitte arbeiten Sie nur zu Fällen, die hier noch aufgelistet sind.
Bitte laden Sie Petitionen und Briefe immer aktuell herunter.

Bitte senden Sie die Petitionen direkt an die angegebenen Adressaten sowie – falls auf dieser Seite vermerkt – in Kopie per Fax oder E-Mail an die zuständige Botschaft in Deutschland.

EMIR-USEIN KUKU, MUSLIM ALIEV, VADIM SIRUK, ENVER BEKIROV, ARSEN DZHEPPAROV UND REFAT ALIMOV

Briefe gegen das Vergessen – Oktober 2020 – Ein russisches Militärberufungsgericht hat am 25. Juni 2020 den Schuldspruch gegen den Krimtataren und Menschenrechtsverteidiger Emir-Usein Kuku und seine fünf Mitangeklagten bestätigt. Sie sind gewaltlose politische Gefangene, die nach unfairen Gerichtsverfahren zu langen Haftstrafen verurteilt wurden und freigelassen werden müssen.

Die Strafverfolgung der sechs Männer ist politisch motiviert und typisch für die Strafverfolgung von Angehörigen der Krimtatar_innen und anderer Menschen mit abweichender Meinung auf der Krimhalbinsel, seit diese 2014 von Russland besetzt und rechtswidrig annektiert wurde. Im Falle von Emir-Usein Kuku ist die Strafverfolgung ein Repressionsmaßnahme, weil er Menschenrechtsverletzungen auf der Krim angeprangert hat.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Generalstaatsanwalt Russlands und fordern Sie ihn auf, sich dafür auszusprechen, dass die Urteile gegen Emir-Usein Kuku und seine Mitangeklagten aufgehoben und die Männer sofort und bedingungslos freigelassen werden.

Schreiben Sie in gutem Russisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Prosecutor General of the Russian Federation
Yurii Yakovlevich Chaika
Prosecutor General’s Office
ul. B. Dmitrovka, d.15a
125993 Moscow GSP-3
RUSSISCHE FÖDERATION
Fax: 007 – 495 987 5841 / 007 – 495 692 1725
(Anrede: Dear Procurator General / Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt)

(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 1,10 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Russischen Föderation
S. E. Herrn Sergei J. Netschajew
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
Fax: 030 – 22 99 397
E-Mail: info@russische-botschaft.de

(Standardbrief: 0,80 €)

Die Online-Aktion von Amnesty Deutschland finden Sie hier.


Server Mustafayev – Menschenrechtler freilassen!

Am 16. September 2020 verurteilte das Militärgericht der Südregion Russlands in Rostow am Don Server Mustafayev zu 14 Jahren Haft in einer Strafkolonie mit besonders strengen Sicherheitsmaßnahmen – obwohl keine Beweise vorliegen, dass er eine international anerkannte Straftat begangen hat. Server Mustafayev ist ein gewaltloser politischer Gefangener, der allein deswegen strafrechtlich verfolgt wird, weil er seine Menschenrechte wahrnimmt und die Rechte anderer verteidigt. Er muss umgehend und bedingungslos freigelassen werden.

Server Mustafayev ist ein Menschenrechtsverteidiger, der auf der russisch besetzten Krim-Halbinsel aktiv war. Seit Mai 2018 ist er wegen Terrorismusvorwürfen in Haft. Amnesty International wertet die Vorwürfe gegen ihn als Vergeltungsmaßnahme für die Unterstützungsarbeit, die Server Mustafayev für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen auf der Krim geleistet hat.

Er hat sich gerade erst von einer viralen Atemwegsinfektion erholt, unter der er beinahe einen Monat lang gelitten hatte, seine Gesundheit ist jedoch nach wie vor angeschlagen. Dies setzt ihn im Fall einer Erkrankung an COVID-19 besonderen Risiken aus.

Wir werden hier in Kürze über zukünftige Aktionen informieren. Vielen Dank allen, die sich mit Appellen für Server Mustafayev eingesetzt haben. 


Gerechtigkeit für Vitalina Koval!

Am 8. März 2018 wurde die LGBTI- und Frauenrechts-Aktivistin Vitalina Koval in ihrer Heimatstadt Uzhgorod im Westen der Ukraine durch Mitglieder einer rechtsgerichteten Gruppierung angegriffen. Setzen Sie sich mit Amnesty International dafür ein, dass die Täter_innen zur Verantwortung gezogen werden. Bitte senden Sie Petition und Brief in Kopie als E-Mail oder Fax an die Ukrainische Botschaft in Deutschland unter emb_de@mfa.gov.ua oder der Faxnr. 030 28887163.

Petition als pdf zum Download
Briefvorlage als pdf zum Download

Fax: (044) 253-64-04


Alle Menschen haben die gleichen Rechte!

Seit 1991 sind sexuelle Beziehungen zwischen gleichgeschlechtlichen erwachsenen Personen in der Ukraine zwar nicht mehr strafbar. Ukrainische Homosexuelle sind aber nach wie vor beträchtlichen Vorurteilen ausgesetzt. Das führt dazu, dass sie häufig diskriminiert werden. Außerdem sind sie in Gefahr, Erpressung und anderen Übergriffen zum Opfer zu fallen. Setzen Sie sich mit Amnesty International dafür ein, dass der Schutz vor Verfolgung aufgrund von sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität in Artikel 1 des ukrainischen Anti-Diskriminierungsgesetzes aufgenommen wird. Bitte senden Sie Petition und Brief in Kopie als E-Mail oder Fax an die Ukrainische Botschaft in Deutschland unter emb_de@mfa.gov.ua oder der Faxnr. 030 28887163.

Petition als pdf zum Download
Briefvorlage als pdf zum Download

Fax: (044) 253-64-04


Ervin Ibragimov: Verschwunden auf der Krim

Der Krimtatar und Aktivist Ervin Ibragimov wurde zuletzt am 24. Mai 2016 in der Nähe seines Hauses in der Stadt Bachtschyssaraj auf der Krim gesehen. Seither fehlt von ihm jede Spur. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, wie eine Gruppe Männer ihn in einen Lieferwagen zwingt, der dann mit ihm davonfährt. Ervin Ibragimov gehörte früher dem Stadtrat an und ist Mitglied des Weltkongresses der Krimtataren, einer internationalen Organisation, die nach der russischen Annexion der Krim-Halbinsel im Jahr 2014 gegründet wurde, um die Rechte und das kulturelle Erbe der Krimtataren zu schützen. Bitte senden Sie Briefe und Petitionen an die im Dokument angegebene Faxnummer bzw. E-Mail-Adresse sowie in Kopie an die Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland unter der Faxnr. 030/229 93 97.

Petition als pdf zum Download
Briefvorlage als pdf zum Download

Fax: (00 7) 3652 550-310
E-Mail: sekretar@rkproc.ru

23. Januar 2021