Unsere Petitionen – Belarus

aktualisiert am 19. Juni 2021

Zu den genannten Fällen können Sie Unterstützung leisten, indem Sie Briefe versenden oder auf Petitionslisten Unterschriften sammeln. Briefvorlagen und Petitionslisten können unten bei den einzelnen Fällen heruntergeladen werden. Senden Sie die unterzeichneten Petitionslisten bitte direkt an die angegebenen Empfängeradressen.

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie kann eine verzögerte postalische Zustellung der Briefe und Petitionen nach Belarus nicht ausgeschlossen werden. Wir empfehlen deshalb aktuell, verstärkt auf die unten verlinkten Online-Aktionen zu den Fällen zurückzugreifen oder die unterschriebenen Briefe und Petitionen zu faxen oder als Scan an die Adressaten zu mailen. Die entsprechenden Kontaktdaten haben wir Ihnen bei den jeweiligen Petitionen/Briefen vermerkt.

Bitte arbeiten Sie nur zu Fällen, die hier noch aufgelistet sind.
Bitte laden Sie Petitionen und Briefe immer aktuell herunter.

Bitte senden Sie die Petitionen direkt an die Adressaten sowie zuzüglich eine Kopie per Fax oder E-Mail an die belarussische Botschaft in Deutschland unter der Faxnr. 030 5363 5923 bzw. der E-Mail-Adresse germany@mfa.gov.by.


Hinrichtung von Viktar Paulau stoppen!

Viktar Paulau wurde am 30. Juli 2019 vom Regionalgericht in Witebsk zum Tode verurteilt. Der Oberste Gerichtshof von Belarus bestätigte den Urteilsspruch am 12. November 2019. Über das Schicksal von Viktar Paulau liegen derzeit keine Informationen vor. Seine Familie befürchtet, dass er eventuell hingerichtet wurde. Setzen Sie sich mit Amnesty International für Viktar Paulau ein!

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Die Online-Aktion der deutschen Sektion von Amnesty International finden Sie hier.

Fax: +375 17 226 06 10 oder +375 17 222 38 72
Email: contact@president.gov.by


Freiheit für Roman Protasewitsch!

Der im Exil lebende Regierungskritiker Roman Protasewitsch ist am 23. Mai mit seiner Partnerin Sofia Sapega rechtswidrig von den belarussischen Behörden in Gewahrsam genommen worden. Ihr Flug von Athen nach Vilnius wurde in Minsk zur Landung gezwungen. Protasewitsch war wegen seiner journalistischen Tätigkeit unter konstruierten Terrorismusvorwürfen in Belarus zur Fahndung ausgeschrieben. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft. Sein im Fernsehen ausgestrahltes „Geständnis“ lässt Folter und andere Misshandlungen vermuten. Bitte setzen Sie sich mit Amnesty International für Roman Protasewitsch und Sofia Sapega ein!

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Die Online-Aktion der deutschen Seletion von Amnesty International finden Sie hier.

E-Mail: info@prokuratura.gov.by
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Medizinische Hilfe für Viachaslau Rahashchuk!

Viachaslau Rahashchuks Gesundheitszustand ist so schlecht, dass er umgehend in ein Krankenhaus eingewiesen werden müsste. Doch stattdessen befindet er sich in der Untersuchungshaftanstalt Nr. 6 in Baranavichy, Belarus. Seine Verletzungen sind auf Folter und andere Misshandlungen zurückzuführen, denen er in der Haft ausgesetzt war. Der Taxifahrer wurde am Abend des 10. August 2020 in Pinsk gewaltsam festgenommen. Er hat keine Straftat begangen und seine Festnahme und nachfolgende Inhaftierung sind willkürlich. Bitte setzen Sie sich mit Amnesty International für medizinische Hilfe und die anschließende Freilassung von Viachaslau Rahashchuk ein!

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Fax: (00 375) 163 65 02 01
E-Mail: sizo6_brest@mia.by


Keine Schikanen gegen Volha Vialichka!

Volha Vialichka prangert seit den Präsidentenwahlen im August die sich verschärfende Menschenrechtslage in Belarus öffentlich an. Die Vergeltungsmaßnahmen der Behörden wegen ihrer Kritik richten sich nicht nur gegen Volha Vialichka und ihre Familie, sondern auch gegen das Kinderhospiz, in dem sie als Direktorin arbeitet. Das Hospiz stellt 70 unheilbar kranken Kindern grundlegende Gesundheitsleistungen bereit, die sind nirgends in Grodno verfügbar sind. Bitte setzen Sie sich mit Amnesty International für ein Ende der Schikanen gegen Volha Vialichka und für ihr Kinderhospiz ein!

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Fax: +375 152 720232
Email: groblisp@mail.grodno.by


Freiheit für Marfa Rabkova!

Die Menschenrechtsverteidigerin Marfa Rabkova wurde am Abend des 17. September 2020 unter falschen Anschuldigungen von Angehörigen einer dem Innenministerium unterstehenden Spezialeinheit festgenommen. Am 25. September wurde sie des „Trainings von Menschen zur Teilnahme an Aufständen“ angeklagt. Im Falle einer Verurteilung drohen ihr bis zu drei Jahre Haft. Sie ist eine gewaltlose politische Gefangene, die allein wegen ihres rechtmäßigen Einsatzes als Menschenrechtsverteidigerin schikaniert wird. Sie arbeitet als Koordinatorin des Freiwilligendienstes des Menschenrechtszentrums Viasna, beobachtet Demonstrationen und dokumentiert Menschenrechtsverletzungen wie Folter oder andere Misshandlungen an friedlichen Protestierenden, die von Vollzugsbehörden inhaftiert wurden. Bitte setzen Sie sich mit Amnesty International für die umgehende Freilassung von Marfa Rabkova ein!

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Freiheit für Maria Kolesnikowa!

Angehörige der belarussischen Behörden haben am 7. September 2020 die Oppositionsführerin Maria Kolesnikowa entführt. Nachdem sie sich gegen die Abschiebung aus Belarus gewehrt hatte, wurde sie festgenommen und am 16. September wegen „Untergrabung der nationalen Sicherheit“ angeklagt. Die Behörden treiben ihre Strafverfolgung voran, um einen Präzedenzfall zu schaffen und eine Warnung an alle friedlichen Protestierenden zu senden. Bitte setzen Sie sich mit Amnesty International für die umgehende Freilassung von Maria Kolesnikova ein!

Ein kurzes Video von Amnesty International zur Entführung von Maria Kolesnikowa (Dauer ca. 1 min.) finden Sie hier unter YouTube.

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Freilassung von Emil Ostrovko und Vladislav Sharkovsky!

Vladislav Sharkovsky und Emil Ostrovko sind seit 2018 wegen geringfügiger, gewaltfreier Drogendelikte in Haft. Bei ihrer Festnahme waren sie 17 Jahre alt. Der Gesundheitszustand der beiden ist schlecht und die zunehmende Zahl der COVID-19-Erkrankungen stellt ein großes Risiko für sie dar – wie für viele andere Häftlinge auch. Bitte setzen Sie sich mit Amnesty International für Emil Ostrovkos und Vladislav Sharkovskys umgehende Freilassung ein!

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Hinrichtung von Viktar Serhil verhindern!

Viktar Serhil ist in unmittelbarer Gefahr, hingerichtet zu werden, nachdem der Oberste Gerichtshof am 31. Januar 2020 seinen Schuldspruch und das Todesurteil gegen ihn bestätigt hat. Bitte setzen Sie sich mit Amnesty International für Viktar Serhil ein!

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Todesstrafe abschaffen!

Belarus ist das letzte Land in Europa und der ehemaligen Sowjetunion, das die Todesstrafe noch vollzieht. Im Justizsystem kommt es immer wieder zu Fehlern, internationale Standards für faire Gerichtsverfahren werden nicht eingehalten. Amnesty International lehnt die Todesstrafe ohne Ausnahme ab, denn sie verletzt das Recht auf Leben und ist eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe. Betroffen macht uns auch, welches Leid die Todesstrafe bei den Angehörigen der Verurteilten auslöst. Sie werden im Unklaren über den Tag der Hinrichtung gelassen und erhalten die offizielle Todesbescheinigung erst Wochen oder Monate nach der Ausführung. Setzen Sie sich mit Amnesty International für die Abschaffung der Todesstrafe in Belarus ein!

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Englische Online-Petition von der belarussischen NGO Viasna

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Weitere Informationen zur Todesstrafe in Belarus finden Sie auf dieser Homepage unter der Rubrik Todesstrafe in Belarus


Belarus: Ziviles Engagement muss möglich sein!

Der 2019 neu eingeführte Artikel 23.88 des belarussischen Verwaltungsgesetzbuches sieht vor, dass das Engagement für eine nicht-registrierte Organisation in Belarus weiterhin mit Geldstrafen geahndet werden kann. Die offizielle Registrierung einer Nichtregierungsorganisation in Belarus ist jedoch extrem schwierig bis unmöglich. Artikel 23.88 schränkt somit legitime zivilgesellschaftliche Aktivitäten in Belarus und damit auch Meinungsfreiheit, Vereinigungsfreiheit und friedliche Versammlungen in Belarus beträchtlich ein. Amnesty International fordert die Abschaffung von Artikel 23-88!

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Schützen Sie LGBTI-Menschen in Belarus!

Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind in Belarus nicht mehr strafbar. LGBTI-Menschen sowie Aktivist_innen, die sich für LGBTI-Rechte stark machen, sind jedoch Stigmatisierung, Diskriminierung und der Gefahr von Übergriffen ausgesetzt. Es existiert keine anti-diskriminierende Gesetzgebung, die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität umfasst. Polizeikräfte reagieren oft nicht, wenn LGBTI-Personen angegriffen werden oder stellen bei Übergriffen keine weiterführenden Ermittlungen an. Belarussische politische Persönlichkeiten haben zu Feindseligkeit und Diskriminierung in Bezug auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität angestiftet. Setzen Sie sich mit Amnesty International für das Recht auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit für LGBTI-Personen und -Aktivist_innen in Belarus ein!

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19. Juni 2021